Entspannung und Gelassenheit trainieren

Entspannung und Gelassenheit ist trainierbar

Der Wechsel von Anspannung und Entspannung ist das Prinzip des Lebens. Sind diese zwei Grundkräfte in Balance, leben wir gesund und ausgeglichen. Auch im Leistungssport gilt das Prinzip: Je größer die Belastung, desto intensiver die Entspannung. Der Tag hat 1440 Minuten, aber wann herrscht wirklich Ruhe in unserem Kopf? Wenn es uns gelingt, nur ca. 1% täglich davon zurückzugewinnen, können Körper und Geist wieder in Balance kommen.

Denn die Fähigeit körperlich zu entspannen und geistig abzuschalten ist grundlegend zur Bewältigung von Belastungen. Entspannung und Meditation ist trainierbar. Regelmäßige Üben über drei, vier Monate ist wie so oft der Schlüssel zum Erfolg. Dann haben die meisten Menschen ihre Entspannungsfähigkeit so weit trainiert, damit sie diese auch vor und während schwieriger Situationen für sich gewinnbringend einsetzen können.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die positiven gesundheitlichen Effekte durch Meditation und Achtsamkeitstainings. Der Abbau körperlicher Anspannungen und stressbedingter Beschwerden verbunden mit einem subjektiven Gefühl von mehr Wohlbefinden, Ruhe, Gelassenheit und Selbstsicherheit.

 

Erfolgreich Balance halten

Gesundes Verhältnis von Anspannung und Entspannung

Meditation und Achtsamkeitstraining verändern Gehirn

Zahlreiche neurowissenschaftliche Studien belegen: regelmäßige Meditation bewirkt in mehreren Regionen des Gehirns positive Veränderungen. Die Achtsamkeitsmeditation führt zur stärkeren Vernetzung im präfrontale Cortex (situationsangemessene Handlungssteuerung), der Insula (emphatische Fähigkeiten) und dem Hippocampus (Erinnerungs- und Lernfähigkeit).

Mediation hat stressdämpfende und resilienzfördernde Wirkung und eine förderliche Wirkung auf unser Denken und Wohlbefinden. Bereits nach einem Training von 3 Monaten zeigen in Vergleichsstudien die Teilnehmenden eines Meditationstrainings positive psychische Veränderungen. Sie fühlen sich ausgeglichener, weniger stressempfindlich, konzentrierter und gelassener - nicht nur während der Mediation, sonder auch lange danach. 

Zu den zahlreichen positiven Effekten zählen u.a.: Stärkung des Immunsystems, Senkung der Stresshormone, Cholesterinwerte und des Blutdrucks, erhöhte Konzentration des Neurotransmitters GABA (entspannend wirkender Botenstoff), Anregung der Produktion von Telomerase (verlangsamt Alterungsprozess), erhöhte Aufmerksamkeit (kräftige Oszillation im Bereich der Gamma-Wellen) und verstärktes Mitgefühl.

mehr zur Wirkung von Meditation: www.dasgehirn.info

 

 

Was ist Meditation?

Wir können nur in einen entspannten Zustand kommen, wenn wir überhaupt merken, wie wir uns fühlen: was uns gut tut oder schadet. Dieses Abstandnehmen, Beobachten und Innehalten, um unsere Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen, lernen wir mit Meditation.

Meditation bezeichnet die Praxis, bei der die Geisteskraft vollständig und anhaltend im gegenwärtigen Augenblick versammelt wird. Sie fördert unsere Aufmerksamkeit auf die Gegenwart, hilft das Gedankenkarussell abzuschalten. Meditierenden haben weniger abschweifende und selbstbezogene Gedanken.

Es gibt in der Praxis vielfältige Meditationsübungen, von der achtsamen Atemmeditation über MBSR bis zu den bewegten und stillen Formen wie sie im Qigong und Yoga praktiziert werden. Die Praktiken des Qigong und Tao haben den Vorteil, dass viele positive Methoden miteinander kombiniert werden. Wir erinnern unser Gehirn daran, wie es uns wieder zur Ruhe bringt und unsere Energietanks wieder auffüllt. 

 

Mit Meditation haben wir selbst die Möglichkeit, den Geist zu trainieren und die Gesundheit zu fördern.

Britta Hölzel, Psychologin Charité Berlin
 

Nimm Dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.

Gautama Buddha  

Mir scheint nämlich selbst ein freier Bürger nicht wirklich frei zu sein, der nicht irgendwann auch einmal einfach nichts tut.

Cicero